Donnerstag, 19. Mai 2016

Die Zeit der Spielekonsolen ist vorbei - Kinder spielen laut einer neuen Studie lieber mit Smartphones

Das ist sicher ein schwerer Schlag für alle Eltern, die auf "traditionelle" Spielgeräte setzen: eine neue Studie von Influence Central offenbart, dass Kinder heute lieber mit Smartphones spielen als mit Spielekonsolen. Da Kinder nun immer früher ihr erstes Handy bekommen (Durchschnittlich im Alter von 10,3 Jahren), gibt es wohl auch ein immer geringeres Interesse, eine Spielekonsole zu kaufen.

Wer sich jetzt auch fragt, was daran tragisch sein soll, und warum Kinder überhaupt mit einem Handy oder einer Spielekonsole spielen müssen, der stammt wohl ebenfalls wie ich aus einer Zeit, in der Spielekonsolen noch keine große Rolle spielten. Meine Generation aus den 80ern (gegen Ende des letzten Jahrtausends) saß zwar auch schon früh zockend vor dem Computer, da war aber noch einiges an Aufwand und Geduld nötig. So mussten wir unsere Spiele zum Beispiel anfangs noch aus Computerzeitschriften abtippen oder selber programmieren. Das hatte natürlich auch den Vorteil, dass man da das eine oder andere am Spiel verändern konnte. Aber genug von dem Rückblick auf diese Zeit flimmernder Schwarz-Grün-Monitore als der große Gegenspieler von Apple nicht Windows sondern noch Commodore hieß.


Samstag, 12. März 2016

Haltbarkeit - Eine literarische Reise in die eigene Schulvergangenheit

Nun einmal etwas ganz anderes. Hin und wieder stößt man ja beim stöbern in alten Sachen auf unerwartete Funde. Auch wenn der eigene Nachwuchs es nicht glauben mag, man(n) war auch einmal jung. So fiel mir beim Aufräumen gerade ein altes Gedicht in die Hände, an das ich nicht mehr gedacht hatte. In solchen Situationen wird einem dann wieder bewusst, wie alt man schon ist und das der Zahn der Zeit unaufhörlich an einem nagt. Wie passend, dass das Gedicht, dass ich da mit 17 Jahren schrieb ausgerechnet das Thema der Vergänglichkeit behandelte. Genau genommen, handelt es sich dabei sogar um meine erste Publikation, denn diese Zeilen hatten es immerhin in den Jahrgangsband unserer Schule geschafft. Man mag sich nun fragen, wie kommt ein 17jähriger auf die Idee, über die Vergänglichkeit zu schreiben?

Die Entstehungsgeschichte

Wir schreiben das Schuljahr 1993/94, ich war gerade in der 12. Jahrgangsstufe und hatte als Wahlfach  Literatur belegt. Bei der damit verbundenen schriftlichen Prüfung, für die ich drei Stunden Zeit hatte, stand ich plötzlich vor drei Optionen:

1. die Rezension eines Buches, das es für den Unterricht zu lesen galt, ich aber nie geöffnet hatte (was ein Fehler war, denn es handelte sich um Patrick Süskinds "Das Parfum"),
2. ein Gedicht zu schreiben, oder
3. eine fantastische Geschichte zu verfassen.  

Bei dieser Auswahl fiel mir die Entscheidung nicht sonderlich schwer. Das Buch hatte ich schließlich nie gelesen und Gedichte waren in meiner damaligen Auffassung  wohl doch eher etwas für Mädchen. Eine fantastische Geschichte, in meinem Falle eine Science Fiction-Geschichte, schien hingegen schon eher meine Sache zu sein (und meine Frau würde sicher ergänzen, dass dem auch heute noch so sei).


Aus der Not geboren 

Ich machte mich also ans Werk und began damit, einen Plot zu entwickeln. Leider war ich schon damals sehr selbstkritisch und verrannte mich daher immer wieder in verschiedenen Handlungsoptionen, die ich eine nach der anderen verwarf. Ideen hatte ich viele, es sollte sich aber einfach keine durchsetzen. Als ich dann irgendwann auf die Uhr sah, waren gerade einmal noch 15 Minuten übrig und ich hatte immer noch keine einzige Seite. Der Albtraum jedes Schülers. Massive Panik machte sich breit. Nur noch 15 Minuten - was sollte ich tun? Die Prüfung war so gut wie gescheitert.

Sonntag, 14. Februar 2016

Familienbereich im ICE der Deutschen Bahn - Nie wieder!

Familienbereich im ICE - die Bahn jetzt familienfreundlicher?

Mal wieder etwas Neues bei der Deutschen Bahn. Nachdem wir nun zum ersten Mal den neuen Familienbereich im ICE der Deutschen Bahn getestet haben, ist das Fazit leider ernüchternd. Hier wird man uns so schnell nicht wieder finden.
Ganz von Anfang: Nachdem die Kleinkindabteile im ICE ja ein voller Erfolg waren, entschied man sich dazu, so die Darlegung der Deutschen Bahn, eigene Bereiche für Familien mit größeren Kindern anzubieten, die nun "ihren eigenen Lieblingsplatz an Bord bekommen." Das liest sich soweit sehr gut. Die Bahn hat sich allem Anschein nach dazu entschieden, familienfreundlicher zu werden. Ein Schelm, wer dabei denkt, es könnte hier in erster Linie darum gehen, andere Reisende vom  störenden Lärm lauter Familien abzuschirmen. Die Bahn weist diese Vermutung in Ihrer Präsentation vorsorglich zurück:
"Selbstverständlich geht es bei der Einführung des neuen Familienbereichs im ICE nicht darum, Familien von anderen, kinderlosen Bahnreisenden zu trennen und sie geschlossen in einem eigenen Bereich unterzubringen." (Quelle: inside.bahn.de)
Der bisher einzige Kommentar dazu auf der Webseite lässt vermuten, dass dies durchaus dem Wunsch einiger anderer Reisender entsprechen würde. Ein User merkt hierzu an, dass eine derartige Trennung doch wohl "das einzig Sinnvolle an dieser Idee gewesen" wäre.

Unsere eigenen Erfahrungen

Der Familienbereich im ICE der Deutschen Bahn unterscheidet sich nicht von anderen Abteilen
Familienbereich - ein ganz gewöhnliches Abteil
Und tatsächlich drängt sich bei mir der Verdacht auf, dass es bei diesem neuen Angebot genau darum gehen könnte. Hier zunächst einmal unsere eigenen Erfahrungen an einem Sonntag auf der Fahrt von Mannheim nach Bayern. Auf unserem ersten kurzen Teilstück saßen wir in dem für uns gewohnten Kleinkindabteil. Das war nichts besonderes, aber wie immer sehr angenehm. Ab Frankfurt wartete dann der neue Familienbereich darauf, von uns entdeckt zu werden. Wir waren gespannt, wie er wohl aussehen mag. Um es kurz zu fassen, das neue Abteil benötigt keine große Eingewöhnungszeit (Ironie off). Es handelt sich einfach um ein ganz gewöhnliches Großraumabteil. Bei der Bahn heißt es daher auch:
"Der Sitzbereich für Familien unterscheidet sich nicht von einem regulären Großraumwagen oder 6er-Abteil. Es handelt sich lediglich um gekennzeichnete Teilbereiche, in denen Reisende mit Kindern bevorzugt sitzen dürfen und ganz entspannt in Gesellschaft anderer Familien reisen können."
Abbildung einer Gepäckablage im Familienbereich des ICE, Deutsche Bahn
Die gewöhnlicher Gepäckablage

Freitag, 11. Dezember 2015

Achtung - Unser erstes eigenes Bilderbuch ist bald da!

Unser erstes Bilderbuch


Zeichnung eines kleine Vogelkindes
Gestatten, Matz!
Eine Weile lang ging es nun ja in unserem Blog etwas ruhiger zu. Gründe gab es natürlich viele.  Außer zwei Umzügen und neuen Arbeitsstellen, lag es zuletzt vor allem daran, dass wir recht intensiv an einem eigenen Bilderbuch gearbeitet haben. Wir freuen uns schon sehr darauf, es Euch in Kürze vorstellen zu können. Auf dem Bild, könnt ihr nun bereits den (kleinen) Hauptdarsteller der Geschichte sehen. Zum genauen Inhalt möchten wir heute aber noch nicht zu viel verraten – nur so viel: es ist oft wirklich besser, auf Mama und Papa zu hören. Stattdessen jetzt erst einmal ein paar Worte dazu, wie diese Geschichte zustande kam:


Die Vorgeschichte


Die Idee wurde eigentlich bereits vor einem Jahr geboren. Wir hatten ein paar Mal hintereinander Pech mit dem Kauf von Bilderbüchern gehabt. Nach diesen Enttäuschungen kam meine Frau auf die Idee, wir könnten doch selbst einmal ein richtig schönes Büchlein machen. Sie würde die Illustrationen machen und ich sollte die Texte beisteuern. Mal ganz ehrlich – ich nahm‘ diese Idee nicht richtig ernst und stimmte ganz leichtfertig zu: 

„Na klar, kein Problem. Sobald Du die ersten Bilder fertig hast, mache ich mich an die Texte.“ 
Ich war davon ausgegangen, dass meine Frau bald feststellen würde, dass das gar nicht so leicht ist, qualitativ hochwertige Illustrationen zu erstellen. Ich hätte mich nicht mehr irren können. Da wir für unseren Sohn immer verschiedene Geschichten erfanden, mangelte es uns nicht an Ideen. Meine Frau begann sofort mit der bildlichen Umsetzung und entwickelte mit Bleistift und Papier verschiedene Charaktäre. Diese Seite meiner Frau kannte ich bisher noch nicht. Sie hatte zwar schon erwähnt, dass sie sehr gern gezeichnet hatte, aber ich hatte keine Ahnung, dass so viel künstlerisch-kreatives Potential in ihr steckt. 

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Karuna Kalender - Hilfe für tibetische Schulkinder in Ladakh

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und es kommt nun wieder die Zeit, wo man einerseits gute Vorsätze für das neue Jahr macht und andererseits einen neuen Kalender benötigt. Warum also nicht einmal das eine mit dem anderen verbinden? 

Schulkinder der Rigjung Public School, Ladakh
Rigjung Public School, Ladakh
In diesem Sinne möchte ich jetzt sehr gerne auf das Kalenderprojekt einer befreundeten Fotografin hinweisen, die bereits seit 8 Jahren mit ihren ansprechenden Fotokalendern für eine gute Sache sammelt. Durch den Kauf der Karūṇā-Kalender (karūṇā, Sanskrit für Mitgefühl) erhält man nicht nur einen wunderbaren Kalender, sondern man unterstützt auch direkt das Schulprojekt "Rigjung Public School" in Ladakh, Indien.