Sonntag, 20. April 2014

Giftige und ungiftige Pflanzen im Garten und auf dem Balkon

Pflanzen im Garten und auf dem Balkon - giftig oder ungiftig?


Der Frühling ist da und damit ist auch die Zeit für die Gartenarbeit gekommen. Somit stellt sich auch die Frage nach den geeigneten Pflanzen für den Balkon oder Garten. Die Natur hat so viele zauberhafte Exemplare zu bieten, doch leider ist nicht alles ungefährlich, wenn man Kleinkinder hat. Man hat nur ein paar Sekunden nicht hingesehen und die Kleinen haben schon etwas in den Mund gesteckt. Bei manchen Giftpflanzen kann dies ernste gesundheitliche Folgen haben. 

Mich haben Ranunkel mit ihrer Farbenpracht und edlen, dichten Blüten schon immer fasziniert. Daher wollte ich dieses Jahr welche auf dem Balkon pflanzen. Nicht unwichtig war bei der Wahl dieser Blume auch, dass sie anspruchslos und leicht zu pflegen ist. Doch erst nachdem die Knollen schon gesät und  gewissenhaft gedüngt und gepflegt waren, erfuhr ich, dass die Blüten giftig sind. Als Alternative erschien mir, den Blumenkasten nach außen zu hängen, um ihn für den Kleinen unerreichbar zu machen, doch bedenken musste ich dabei auch, dass ein Windstoß die Blüten genauso hineinwehen kann. Fallen die Blüten nach unten, sind die Nachbarn von unten darüber vielleicht auch nicht erfreut. So musste ich leider wieder alles ausgraben und mich schweren Herzens von dieser Blume trennen.

Am besten sucht man sich also von vornherein Blumen aus, die für die Gesundheit der Kinder kein Risiko darstellen. Bei einigen Pflanzen sind nur die Blüten, bei anderen die Blätter oder Knollen oder gar alle Blumenteile giftig. Nach Verzehr oder Kontakt mit solchen Pflanzen, natürlich je nach Menge, können Hautirritationen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Benommenheit etc. auftreten.

Die meisten Samenpackungen, die man im Handel bekommt enthalten leider keine Informationen über die Giftigkeit einer Pflanze. Daher habe ich ein bisschen Recherche betrieben und für mich eine kurze Liste mit giftigen und gesundheitlich unbedenklichen Pflanzen zusammengestellt. Da diese Auflistung vielleicht auch für andere hilfreich sein mag, habe ich sie in diesem Post veröffentlicht. Betonen möchte ich hierbei aber, dass die Liste keineswegs vollständig. Es werden lediglich Beispiele angeführt. Bei der Recherche habe ich mir zwar sehr viel Mühe gegeben, da ich aber nicht vom Fach bin, kann sie natürlich Fehler beinhalten. Alle Angaben sind daher ohne Gewähr! Im Ernstfall sollte man besser immer gleich den Vergiftungsnotruf (Telefonnummern s. u.) kontaktieren.

Giftige Pflanzen


Maiglöckchen
Maiglöckchen - giftige Pflanzen


Maiglöckchen blühen sowohl im Wald als auch in manchen Gärten und zählen mit allen ihren Teilen zu den extrem giftigen Pflanzenarten.



Oleander

giftige Pflanzen-OleanderSpaziert man durch die Straßen Roms, sieht man auf fast jeder zweiten Terasse herrliche Oleandersträuche blühen. Auch wenn sie noch so schön sind, sie gehören leider nicht in den Familiengarten.



Ranunkel 

giftige Pflanzen-Ranunkel
Obwohl sie in getrockneter Form als Heilpflanze eingesetzt wird, ist die Ranunkelblüte giftig. Daher ist bei Tieren und Kindern Vorsicht geboten.





Buchsbaum

giftige Pflanzen-Buchbaum
Hübsch geschnitten macht der Buchsbaum nicht nur als lebender Zaun sondern auch als Kübelpflanze eine gute Figur. Doch auch diese Pflanze ist leider giftig.


Efeu

giftige Pflanzen-Efeu
Als Kletterpflanze schmückt der Efeu viele Häuserfassaden, aber man kann ihn auch als Kübelpflanze in den verschiedensten Formen (Herz, Kranz etc.) wachsen lassen. Doch auch bei dieser Pflanze ist Vorsicht geboten, denn sie ist ebenfalls giftig.


Amarylis

giftige Pflanzen-Amarylis
Gehört zu den hochgiftigen Blumenarten. Sowohl die Zwiebeln als auch die Blätter und die Blüten stellen beim Verzehr ein Gesundheitsrisiko dar.


Hortensie

ugiftige Pflanzen- Hortensien
Ob Schnitt- oder Kübelpflanze, die Hortensie ist mit ihren üppigen Blüten in Zartrosa, Lila, Blau oder Weißgrün eine Poesie der Natur. Die Farbe der Hortensie hängt übrigens vom PH-Wert des Bodens ab. Leider besteht auch beim Verzehr von Hortensien ein Vergiftungsrisiko. Insbesondere beim Rauchen (vermutlich wird dies bei Säuglingen doch eher seltener vorkommen) besteht akute Lebensgefahr, da hierbei in den Blättern enthaltene Blausäure freigesetzt wird. 

Thujen

giftige Pflanzen-Thujen
In vielen Gärten werden Thujen als lebender Zaun gepflanzt. Leider wirkt diese Pflanze in all ihren Teilen stark giftig.





Weitere Giftpflanzen:Hyazinthen und Narzissen (Zwiebeln), Engelstrompete, Eibe, Kaiserkrone, Blaustern, Blauregen etc.



Fingerhut- giftige Pflanzen in der freien Natur
Beispiele für Giftpflanzen in der freien Natur: Fingerhut, Tollkirsche, Herbstzeitlose, Krokus, blauer Eisenhut, Eibe, Lupine, Goldregen, Schlafmohn etc.

 

 

 

 

Gering giftige Pflanzen

Forsythie

Forsythie - ugiftige Pflanzen
Schmückt viele Gärten und Grünanlagen und zählt zu den Boten des Frühlings. Sie mag einen humusreichen, feuchten Boden und sonnige bis halbschattige Standorte. Blütezeit: März-April. In manchen Beschreibungen erscheint sie als ungiftig, in anderen als geringfügig giftig. In geringen Mengen scheint der Verzehr nicht gefährlich zu sein. Forsythien finden sich auch sehr häufig in Kindergärten und Schulhöfen. Im Ernstfall ist es aber sicher ratsam sich ärztlich abzusichern.


Nicht giftige Pflanzen

 

Tagetes  

Studentenblume -ungiftige Pflanzen

Wer auf einfache Pflege Wert legt, wird mit der anspruchslosen aber farbenfrohen Studentenblume viel Freude haben. In Gelb, Orange, Rot, Braun sogar Creme blühenden Tagetes zählen zu den unkomplizierten Blumenarten. Sie mögen Sonne und blühen von Juni bis September. 

 

Geranie
Geranie - ungiftige Pflanzen

Die Geranie ist eine der populärsten Balkonpflanzen, zumindest im deutschsprachigen Raum. Sie ist leicht zu pflegen, ziemlich robust und blüht den ganzen Sommer bis in den Spätherbst (Achtung: tiergiftig für Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster).



Rose

Rose - ungiftige Pflanzen
Die echte Rose wird (mit ca. 200 Arten) als die Königin aller Blumen bezeichnet. Sie benötigt allerdings auch sehr viel Pflege. Wer nicht so viel Zeit in die Pflege der Gartenpflanzen investieren will, ist mit den anspruchloseren Kletterrosen besser dran (Vorsicht, nicht alles was Rose heißt, ist eine Rose. Christrosen sind z.B. giftig).


Lavendel 

Lavendel - ungiftige Pflanzen
Der Lavendel ist eine herrlich duftende Pflanze, die nicht nur wegen ihres schönen Aussehens sondern auch wegen ihrer Heilkraft angebaut wird. Sie wirkt beruhigend, entzündungshemmend und hat deshalb einen festen Platz in der Aromatherapie erworben. Lavendel kann man trocknen, Duftkissen damit füllen und in den Wäscheschrank legen. Der Lavendel hat auch im Garten oder auf dem Balkon eine positive Wirkung. Er hält nämlich viele Schädlinge fern.


Margerite 

Margerite - ungiftige Pflanzen
Die Margerite ist sowohl als Kübelpflanze als auch als Garten- oder Wiesenblume äußert beliebt. Sie benötigt sonnige oder halbschattige Plätze und reichlich viel Wasser zum Gedeihen. Auf die regelmäßige Düngung darf ebenfalls nicht verzichtet werden.


Sonnenblume

Sonnenblumen kann man sowohl im Beet als auch in Töpfen pflanzen, allerdings muss man dabei beachten, dass sie recht viel Platz benötigen. Wie es der Name vermuten lässt, bevorzugt die Sonnenblume einen sonnigen Standort. Darüber hinaus bevorzugt sie es windstill und benötigt einen nährstoffreichen Boden. Diese prachtvolle Pflanze erfreut uns mit ihren herrlichen Blüten von Juni bis Oktober.

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Strauchmalve 

Die Strauchmalve ist ein echter Hingucker auf jedem Balkon oder in jedem Garten. Wer diese Pflanze anbaut, sollte für sie einen geschützten, sonnigen Standort mit viel Platz sichern, denn manche Malvenarten können bis zu 200cm hoch wachsen.


Stiefmütterchen

Stiefmütterchen - ungiftige Pflanzen
Gibt es in vielen verschiedenen Farben. Sie mögen sonnige oder halbschattige Plätze in einem feuchten aber wasserdurchlässigen, nährstoffreichen Boden.



Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse - ungiftige Pflanzen
Die Kapuzinerkresse ist mit ihren farbenfrohen gelben, orangen oder roten Blüten nicht nur ein Blickfang in jedem Garten sondern auch ein Heilkraut mit immunsystemstärkender Wirkung. Sowohl die Blüten als auch die Blätter der Kapuzinerkresse sind essbar. Die Kapuzinerkresse blüht an halbschattigen Plätzen von Juni bis Oktober und ist recht anspruchslos.

 

Flieder
Flieder - ungiftige Pflanzen

Der Flieder gedeiht am besten an sonnigen Plätzen in humusreicher, feuchter Erde und benötigt nicht viel Pflege. Wenn man ihn richtig schneidet, kann man sich jahrelang an der üppigen Blumenpracht erfreuen. (Achtung: grüne Pflanzenteile, Rinde und Früchte sind leicht giftig und können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervorrufen)

Weitere ungiftige Pflanzen: Astern, Jasmin, Ringelblume, Nelke, Vergissmeinnicht, Sonnenhut, Hibiskus, Veilchen etc.

 
Mehr Informationen zum Thema Giftpflanzen findet man z.B. in der Broschüre "Giftpflanzen - Ein Begleiter für Eltern und Interessierte" vom Naturschutzbund Österreich. Auch die österreichische Umweltberatung bietet eine ausführliche Liste mit den bekanntesten Giftpflanzen.
In beiden Quellen findet man auch Tipps zur ersten Hilfe für den Fall, dass es doch zu einer Vergiftung durch Pflanzen kommt.

Am wichtigsten ist es jedoch, umgehend die Vergiftungsinformationszentrale anzurufen:



Einige der verwendeten Quellen:  
http://www.alte-sonnen-apotheke.de/notfaelle--brnotdienst/giftige-gartenpflanzen/index.html
http://www.alte-sonnen-apotheke.de/unserbrservice/tipps-fuer-haus-und-garten/ungiftige-und-robuste-gartenpflanzen/index.html
http://www.botanikus.de
http://www.gartengestaltung24.de/pflanzen/giftige-pflanzen.html
http://www.gartendialog.de/gartenpflanzen/zwiebelpflanzen/ranunkel-pflege.html


Autorin: ES


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